Die Illusionen des WWW (inkl. online-Kauf update)

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Vor kurzem habe ich an dieser Stelle darüber berichtet, dass ich bei einem (von mir vorher nicht überprüften) Online-Handel Kleidung bestellt habe und es sah ein paar Wochen so aus, als ob ich gar keine Ware bekommen würde. Ein Blick auf Rezensionen anderer Kunden machte deutlich, dass es sich bei dem Unternehmen um ein betrügerisches handelt. Ware kommt entweder gar nicht an oder man bekommt (entgegen der AGB) keinen Retourenschein und keine Adresse an die man zurück senden könnte –  und die meisten berichten, dass wenn sie Ware bekommen haben, diese höchstens Ähnlichkeit hat mit den Fotos, die auf der Internetseite der Firma stehen. Letzteres ist auch mir passiert: die Kleidung sah aus, als ob man einem Kleinkind die Fotos gezeigt hätte und dann hat das Kind Stoff bemalt und zugeschnitten und zusammen genäht. Sprich, Farbe, Form und Muster haben nur in Ansätzen mit den Produkten zu tun, die man auf der Website zu sehen bekommt. Die bittere Ironie ist, dass wahrscheinlich tatsächlich Kinderarbeit in China hinter diesem Anbieter steckt. Ich werfe mir vor, dass ich vor der Bestellung nicht genau hingeguckt habe, dann hätte ich bemerkt, dass es kein Impressum gibt, keinen ordentlichen Firmensitz und keine Kundenhotline. Allein das macht schon misstrauisch. Wenn man dann noch die anderen Kundenstimmen dazu nimmt, kann man dort nicht mehr bestellen.

Nachdem ich das Unternehmen mehrfach mit Fristsetzung aufgefordert habe, mir einen Retourenschein und eine Rücksendeadresse zu schicken, kam lediglich der lapidare Vorschlag, ich könne ja einen Gutschein bekommen. Da ist mir endgültig der Kragen geplatzt und ich war heute bei meiner Bank und habe eine Kreditkartenreklamation abgegeben. Die Chancen, dass ich mein Geld wieder bekomme, stehen laut Bankmitarbeiter nicht schlecht. Wenn alles gut läuft, komme ich also mit weniger als einem blauen Auge davon. Wobei ich die Ware immer noch zurück senden muss und das könnte teuer werden. Aber gut, ein bißchen Schwund ist immer. Und so etwas passiert mir garantiert nicht nochmal. Der Witz ist, dass ich normaler Weise bei Firmen kaufe, die „ökologisch und politisch korrekte“ Kleidung anbieten. Und dass ich sonst eigentlich immer auf Rechnung kaufe und niemals per Vorkasse. Das erste Mal eine Ausnahme gemacht und schon reingefallen… das wurmt mich doch.

Tja, Fluch und Segen des Internets. Auf diesem weltweiten Tummelplatz gibt es eben auch genügend schwarze Schafe, die die eigene Anonymität und Naivität der User ausnutzen und die gnadenlos die Möglichkeiten der irreführenden Selbstdarstellung ausweiden. Dazu passen übrigens auch zwei andere Erfahrungen, die ich neulich online gemacht habe:

Um einen alten Bekannten kontaktieren zu können, habe ich mir ein LinkedIn-Konto zugelegt. Dabei ist man leider gezwungen, einen Arbeitgeber anzugeben. Also trug ich meinen letzten Arbeitgeber und meine Funktion dort ein. Sonst wirklich absolut gar nichts. Was passiert? Nach nicht einmal 14 Tagen erhalte ich eine Nachricht von einem angeblichen Headhunter, der sich auf mein „absolut spannendes Profil“ bezieht! Ich denke „Hä? Spannendes Profil? Steht doch gar nichts drin!“ Ich habe ein paar Tage überlegt, ob ich antworten soll, undzwar bissig-ironisch, es war mir aber dann der Mühe nicht wert. So ernst kann man also diese Plattform nehmen… aber immerhin habe ich den Kontakt zu meinem Bekannten herstellen können und inzwischen gehört auch das LinkedIn-Konto wieder der Vergangenheit an. Ich werde mir aber merken, dass meine Luftnummer als absolut spannend betrachtet wurde – da kann ich noch was lernen!

Und apropos Luftnummer: ich habe jetzt lange abgewogen, ob ich hier davon berichten soll, und tu es jetzt doch – ich habe mich vor einer kleinen Weile bei einer Online-Dating-Plattform angemeldet, die ein eher alternatives Publikum (auch ökologisch und politisch korrekt ;-)) anspricht und kann nun sagen, dass ich leider vorgefunden habe, was ich mir eh schon gedacht hatte. Die meisten Vorschläge sind tatsächlich „Luftnummern“, im Sinne von nicht ernst gemeinten Einträgen und die wenigen, mit denen tatsächlich ein ernster Schriftwechsel zustande kommt, sind irgendwie auch nicht zu gebrauchen. Ein Treffen hatte ich neulich mal, auf das ich mich wirklich gefreut habe weil wir uns recht angeregt per mail unterhalten hatten. Der Abend im Café war sehr nett und ich bekam dann am nächsten Morgen auch eine entsprechend charmante sms – und das war es dann mit der Kommunikation. Danke, war schön, aber jetzt meld ich mich nicht mehr. Schon wieder „Hä?“ Ich fand das besonders enttäuschend, weil wie gesagt das vorherige schriftliche Kennenlernen sehr interessant und angenehm war. Aber das ist auch die Krux an der online-Dating Geschichte: man sitzt Illusionen auf, wie sie nur der digitalte Kontakt und das Internet produzieren können.

Und das ist der Punkt, der alle drei Anekdoten verbindet: im Internet gesucht und angeblich gefunden. Diese falschen Schlußfolgerungen wären bei persönlichem Kontakt gar nicht erst entstanden. Im Laden sehe ich direkt die Ware, die ich kaufen möchte. Eine Plattform wie LinkedIn vermittelt den Usern den Eindruck, dass das alles ganz seriös ist, doch so eine email ist schnell geschrieben, ein Profil schnell erstellt. Die Seriosität und Richtigkeit der Quelle im Internet zu beurteilen, ist viel schwieriger, als in der analogen Welt. So zumindest mein Verdacht. Und was meinen Feldversuch des online-Datings angeht, konstatiere ich, dass auch hier emails schnell geschrieben sind. So auf die digitale Ferne und in Anonymität schreibt sichs gut – wenn es dann persönlich wird, live und in Farbe, wirds schon schwierig. Auch da bin ich der Meinung, dass solche Missverständnisse viel weniger entstehen, wenn man jemanden gleich analog kennen lernt. Dann weiß ich auch eher von Anfang an, ob die Chemie stimmt und ob Interesse besteht.

Ich will hier gar nicht das Internet verteufeln, immerhin betreibe ich einen Blog in eben diesen. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, die Grenzen des Mediums zu erkennen und sich immer bewusst zu sein, dass das WWW eine ganz eigene Welt ist, die nicht zwingend etwas mit der realen, bzw. anfassbaren Welt zu tun hat. Das Netz ist ein großartiger Ort der Möglichkeiten, aber eben auch des Missbrauchs oder eben der Illusionen. Diese Erkenntnis ist nicht wirklich neu, aber sie ist mir in den vergangenen paar Wochen mal wieder sehr deutlich vor Augen geführt worden. Ich werde daher meinen Konsum und meine Verabredungen wieder in die analoge Ebene verfrachten und werde weiterhin so autenthisch und ehrlich wie möglich meinen Blog schreiben.

Und so grüße ich Euch herzlich und wünsche Euch eine gute Woche!

Eure Merle

 

Die Fragilität des Seins

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Heute früher Nachmittag, ich sitze mit meiner Freundin J. vor einem kleinen Café an einem sehr belebten Platz. Man sitzt sehr schön dort, große, alte Ahornbäume spenden Schatten, der Verkehrslärm ist vorhanden aber nicht im Vordergrund, das Klientel ist angenehm, der Café schmeckt – kurz, ein wunderbarer Moment der Entspannung an einem schönen Sommertag bietet sich an.

An diesem Platz gibt es neben Geschäften, einem U-Bahnbahnhof und Bushaltestellen auch Bänke, die zum Verweilen einladen. Ich bin ziemlich häufig dort zum Einkaufen oder weil ich Bus und U-Bahn benutze. Schon häufiger ist mir dabei aufgefallen, dass auf den Bänken immer die gleiche Gruppe von Alkoholikern und Drogensüchtigen sitzt. Es ist schwierig, nicht auf sie aufmerksam zu werden, weil meistens ein ziemlicher Geräuschpegel von der Ansammlung ausgeht. Mir ist auch aufgefallen, dass ich diesen Umstand unangenehm finde und konnte bisher nicht genau sagen warum, außer dass ich mich geärgert habe, wenn besagte Gruppe bei Regen die Sitze an den Bushaltestellenhäuschen besetzt. Ich finde, diese gehören den Fahrgästen. (Interessant: ich habe Hemmungen „Alkoholiker und Drogensüchtige“ zu schreiben. Warum? Weil ich eigentlich niemanden so definieren möchte und die Worte eben eine negative Konnotation haben. Dennoch bleibt es eine Tatsache, dass die gemeinten Mitbürger nunmal so in der Öffentlichkeit auffallen: trinkend und/oder nicht mehr ganz Herr ihrer Sinne…) Ich korrigiere meinen obigen Satz: der Ort hat Bänke, die unter anderen Umständen zum Verweilen einladen würden.

Jedenfalls, während J. und ich uns unterhalten, wird es plötzlich laut und aus der Richtung der nächsten Bänke ist ein Polizist zu hören, der mit ordentlicher Stimmkraft und Vehemenz die Anwesenden auffordert, endlich ihre Ausweise hervorzuholen und vor Ort zu bleiben. Ich weiß nicht, ob wir die Polizeikontrolle mitbekommen hätten, wenn es nicht so laut geworden wäre… ich fange jedenfalls an, mich unwohl zu fühlen. Ich kann den Polizist sehr gut verstehen, der ein bißchen seine Nerven verloren zu haben schien und denke mir, dass das echt kein dankbarer Job ist, was er da gerade macht oder machen muss. Andererseits: muss die Polizei das machen und wenn ja, warum? Ist das keine Diskriminierung? Und braucht es nicht eher einen Notarzt für den Mann, der am Boden liegt? Nachdem die Personalien aller dort befindlichen Personen festgestellt wurden, hat sich die Gruppe verzogen. Nur der junge Mann, der kaum fähig ist aufzustehen, ist noch da und als ich nach meinem Einkauf (der dem Cafébesuch folgte) an der Bank vorbei gehe höre ich, wie er einem Polizisten sagt, er habe einen Betreuer. Ich erschrecke, weil ich mir denke: er hat also Hilfe, scheint aber dennoch sein Leben nicht wirklich auf die Reihe zu bekommen. Und das macht mich traurig.

Das ganze hängt mir ziemlich nach und ich frage mich zum wiederholten Mal, was mich daran so beunruhigt, warum finde ich es so unangenehm, mit dieser Realität konfrontiert zu werden. Und plötzlich wird mir klar, dass ich Angst davor habe, auch ich könnte in so ein Leben hineinrutschen. Was wäre denn gewesen, wenn ich während meiner schlimmsten Phase meiner Krankheit nicht mehr die Kraft gehabt hätte, mich um meine Angelegenheiten zu kümmern? Was, wenn ich so einen schlimmen Schicksalsschlag erleide, dass ich anfange zu trinken? Was, wenn man niemanden mehr hat, der einem den Kopf waschen kann, wenn keine Freunde als Korrektiv vorhanden sind? Ich habe mich vor meiner Krankheit immer als jemand betrachtet, die immer in der Lage sein würde, zu arbeiten. Wenn ich Existenzängste hatte, dachte ich immer: Merle, mach Dir keine Sorgen, irgendeine Arbeit wirst Du immer finden und wirst immer die Kraft dazu haben. Ja, denkste. Das Leben hat mich eines Besseren belehrt und dehalb frage ich mich jetzt: wie sicher sind denn meine Annahmen über mich? Ich glaube nicht, dass ich zur Sucht neige und ich glaube auch, dass ich im Zweifelsfall Hilfe suchen und annehmen würde – aber genau wissen kann ich das nicht!

Ich bin  inzwischen in einem Alter, in dem ich mehrere Menschen kenne, inklusive meiner einer, die durch die ein oder andere Wendung in ihrem Leben eben dieses total auf den Kopf stellen mussten. Die nicht mehr in der Lage waren oder sind, zu arbeiten, denen die Sicherheit abhanden gekommen ist, dass sie immer leistungsfähig sein werden. Wo ist die Schwelle, die einen zur Sucht oder gar Obdachlosigkeit führt? Ist es eine Frage des Verantwortung übernehmen Wollens? Ist es eine reine Frage der Kraft? Geht es um die Verfassung der Psyche bzw. allgemein der Gesundheit? Je mehr Fragen ich mir stelle, umso klarer wird mir: sicher ist, dass nichts sicher ist. Wer glaubt, ihm könne das Leben nichts anhaben, der irrt ziemlich sicher. Wir haben weder Gesundheit für immer gepachtet noch ein funktionierendes soziales Umfeld. Um in diesem Dasein gut durchzukommen, braucht es auch Glück und vor allem Kraft, um immer wieder aufzustehen.

Und wieder einmal bin ich enorm dankbar für alles das, was ich in meinem Leben derzeit habe. Ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen, Freunde, Kraft, jeden Tag in Angriff zu nehmen und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Vor allem Letzteres halte ich für enorm wichtig – und nicht zwingend für selbstverständlich. Auch diese Fähigkeit kann einem zeitweise abhanden kommen, wenn man total überfordert und aus der Bahn geworfen ist. Die Existenzen, die wir uns aufgebaut haben, sind fragil. Keiner kann mit Sicherheit sagen, ob er morgen eine Krebsdiagnose oder eine Psychose bekommt, den langjährigen Partner oder den Job verliert. Wie wir mit den Krisen umgehen, ist entscheidend, doch die sogenannte Resilienz ist zu einem großen Teil auch etwas, das uns mitgegeben wurde oder nicht. Wir können an ihr arbeiten, aber nicht jeder hat das Glück, (ausreichend) damit versehen zu sein.

Vor dem Hintergrund der Fragilität unseres Seins gewinnt für mich die Achtsamkeit einmal mehr an Bedeutung. Im Hier und Jetzt zu sein, so oft wie möglich, ist das größte Geschenk, dass wir uns selber machen können. „Sich um die Zukunft Sorgen zu machen, ist so effektiv, wie durch Kaugummi-Kauen eine Algebra-Gleichung lösen zu wollen.“ (Übersetzt aus dem Englischen.) Der schöne Satz stammt leider nicht von mir, sondern von Baz Luhrmann:

Schenkt Euch dieses Gänsehaut-Lied… ich finde es passend, berührend, kurz: fantastisch!

 

 

Wie immer, Eure Merle

Naiv und reingelegt!?

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Heute geht es mal um etwas sehr profan-weltliches, das mich seit einigen Tagen beschäftigt… Ich war und bin mein Leben lang ein sehr vorsichtiger Mensch. Wenn ich größere, wichtige Entscheidungen treffen muss, dann wälze ich diese lange in mir herum, betrachte alles von allen Seiten und frage nach den möglichen Konsequenzen. Ein schönes Beispiel ist, dass ich mich sehr lange geweigert habe, online-Banking zu machen. Das war mir alles nicht sicher genug, ich fand die Sicherungsmechanismen nicht überzeugend und überhaupt, man weiß ja nie. Also habe ich bis vor einem Jahr meine Überweisungen schön brav per Hand in die Überweisungsträger geschrieben und diese bei der Bank abgegeben. Vor etwa einem Jahr habe ich dann online-Banking begonnen, weil meine Bank ein Verifizierungsverfahren eingeführt hat, mit dem ich leben kann. Aber insgesamt bewege ich mich immer noch sehr vorsichtig im Netz und wenn ich etwas online kaufe, dann schaue ich, ob das ein „trusted shop“ ist, ich schaue mir das Impressum an und ob es eine Telefonnummer gibt, wo man einen Kundenservice erreichen kann und dann google ich das Unternehmen noch auf Vertrauenswürdigkeit, sprich, andere Kundenstimmen. Nicht wenige Menschen in meinem Umfeld haben sich schon kräftig über meine große Vorsicht amüsiert. Und noch etwas: ich habe noch nie die Werbung im Internet beachtet. Außer, dass mir ein paar Mal aufgefallen ist, wenn meiner Internetrecherche plötzlich die Werbung entsprechend angepasst wurde.

Jaaaaaaa, so hab ich das bisher gemacht. Bis letzten Freitag. Da ging es mit mir durch und nun wird sich zeigen, ob sich das rächt bzw. ob meine angeblich übertriebene Vorsicht nicht doch angebracht ist! Ich habe mir, nachdem ich meine Emails auf GMX gecheckt hatte, bewusst eine Werbung für Damenbekleidung angesehen. (Dies entsprach übrigens NICHT meinen jüngsten Suchen im Internet.) Und was ich sah, gefiel mir sehr gut, undzwar so gut, dass ich das Unternehmen direkt im Internet aufrief und gleich  bestellte. Mit Zahlung per Kreditkarte. Ich habe mir weder das Kleingedruckte noch das Impressum angesehen und auch keine Telefonnummer gesucht. Ich habe ganz bewusst auf alle meine üblichen Abfragen verzichtet und dachte mir frohgemut: heute bin ich mal nicht so kleinlich, es wird schon nix passieren!

Gleich nachdem ich die Bestellung abgeschickt hatte, kam auch eine Email, in der diese bestätigt wird. Und es wird angekündigt, dass ich eine weitere Email erhalte, sobald meine Bestellung versendet wird. Das war am Freitag Abend. Heute ist Donnerstag, meine Kreditkarte wurde vorgestern belastet und ich habe immer noch keine Versandbestätigung. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin, habe ich bereits vorgestern eine mail an den Kundenservice geschickt. Inzwischen sind es drei Emails und ich habe keine einzige Antwort bekommen. Nein, auch nicht im Spamordner. Dort finden sich nur jede Menge Emails des Unternehmens mit weiterer Werbung für Sonderangebote.

In der Zwischenzeit habe ich mir die Internetseite der Firma mal genauer angesehen und festgestellt: eine Telefonnummer bzw. ein Impressum gibt es gar nicht, die wenigen Texte sind in entsetzlichem Deutsch geschrieben und als Firmensitz wird eine Adresse in Hongkong angegeben. Gruselig! Heute hab ich mich getraut und googlete nach anderen Kundenstimmen… mit sehr unerfreulichem Ergebnis. Ware gar nicht angekommen, Ware nach vielen Wochen und falsch angekommen. Materialangaben stimmen nicht, kein Kontakt zum Service möglich. Kein Retourenschein und keine Rücksendeadresse bei gelieferter Ware… Es sieht nicht gut aus.

Bereits gestern rief ich bei meiner Bank an um zu erfahren, ob ich das Geld zurück fordern kann, was dankenswerter Weise möglich ist. Ich hab auch noch ein paar Wochen dafür Zeit, so dass ich nun einmal abwarte, ob die Bestellung nicht doch noch geliefert wird. Aber das Drumherum macht mich doch sehr misstrauisch und ich muss sehr aufpassen, mich nicht jetzt schon dafür zu schelten, dass ich so blauäugig war. Der fragliche Betrag ist jetzt keine Unsumme – aber auch nicht wenig. Außerdem hätte ich wirklich gern die georderten Artikel… Das ärgert mich eigentlich am meisten an der Geschichte, wenn ich ehrlich bin. Ich hatte mich sehr auf die Lieferung gefreut, weil es sehr selten vorkommt, dass mir Kleidung auf Anhieb gefällt und zahlbar ist. – Davon abgesehen ärgere ich mich natürlich maßlos über die offenbar unlautere Vorgehensweise des Unternehmens. Ich will jetzt noch nicht von kriminell sprechen, dafür ist es noch zu früh und die Hoffnung stirbt zuletzt… naja, mal schauen.

Jetzt sitze ich also hier auf heißen Kohlen, hoffe bei jedem „Ping“ meines Smartphones, das mir eine neue Email verkündet, dass sie von dem Unternehmen ist und komme mir ganz schön blöd vor. Nun denn, es hilft ja jetzt alles nichts, ich kann nur abwarten. Und ich werde weiter berichten, wie der mini-Krimi ausgeht…

Also, Augen auf beim online-Kauf! 🙂

Herzlich, Eure Merle