Erneuerung

dav

Das neue Jahr hat bei mir mit einem gewissen Kreativitätsschub begonnen und neben drei anderen Bildern die ich neu eingestellt habe (zu sehen unter Malerei und Zeichnungen), nehme ich mein momentanes Lieblingsbild als Aufhänger für diesen Beitrag, denn es heißt Embryo, wobei mir erst eine liebe und kundige Frau die Augen für den wahren Inhalt des Bildes öffnete, da ich meist intuitiv male, also ohne darüber nachzudenken, was ich malen möchte. Entweder es fließt oder es fließt nicht… und manchmal braucht es etwas Zeit, bis ich erkenne, was ich eigentlich gemalt habe.

Embryo. Ich möchte gerne daran glauben, dass dies ein Symbol für Erneuerung und Neugeburt ist, etwas, das ich mir für dieses Jahr tatsächlich auch wünsche. In meinem letzten Beitrag ging es ja eher um die andere Richtung, nämlich anzuerkennen und anzunehmen was da ist, heute geht es mir darum, dass ich mich erneuern möchte, Weiterentwicklung duch Neugeburt. Geht denn das? Ja, ich denke schon. Insbesondere durch den kreativen Prozess sind Neuanfänge und Neuanstöße möglich, da sich der Schaffende und das Erschaffte gegenseitig beeinflussen und das was ich Erschaffe, ist schon in mir angelegt, durch das Tun und den Akt der Schöpfung eines Werkes bin ich quasi Geburtshelfer von Gedanken, Ideen, Qualitäten und Eigenschaften.

Inwieweit kann ich mich selbst neu erschaffen? Ich weiß es nicht, lange Zeit dachte ich, dass es hier eine unbegrenzte Freiheit gibt, inzwischen bin ich mir da nicht mehr so sicher, aber ich glaube, vieles, was ich noch für unmöglich halte ist eigentlich möglich. Nach dem Motto: es geht immer mehr, als ich denke.

Was brauche ich für eine Erneuerung? Eigentlich nichts außer Vorstellungskraft und die äußeren Bedingungen, um zu materialisieren, was ich mir vorstelle. Aber natürlich gibt es da noch das Kleingedruckte, nämlich den Ballast, den ich aus der Vergangenheit mit mir herum schleppe und den abzulegen ist gar nicht so einfach. Selbst das Gepäck, das ich liebend gerne einfach irgendwo stehen lassen würde, ist immer noch da. Da sind wir wieder beim Stichwort: Selbstannahme und das Anerkennen von abgelehnten Anteilen des Selbst. Ich glaube trotzdem, dass Erneuerung möglich ist, sie verläuft nur nicht linear sondern oftmals indem ich zwei Schritte voraus und dann wieder einen zurück gehe. Oder einen Schritt voraus und zwei zurück. Als ob manche Schritte der Seele zu schnell gehen und dann muss man nochmal an den Punkt zurück, hingucken und dann wieder weiter gehen. So oder so ähnlich stelle ich es mir zumindest vor.

Doch nun genug der Worte, ich lasse heute lieber die Bilder sprechen und verbleibe, noch vergnügt vom Schaffensprozess,

Eure Merle

 

 

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10 Gedanken zu „Erneuerung“

    1. Hallo und Dank für Deinen Kommentar! Den neuen Wegen würde ich sofort zustimmen, aber das man fast gar nichts eblegen kann, da bin ich mir nicht so sicher, meinst Du wirklich? Ich meine durchaus Menschen zu kennen, die sich durch Arbeit an sich selbst, Meditation, Achtsamkeit u.a.m. durchaus verändert haben und auch bestimmte Gewohnheiten oder Muster abgelegt haben. Was lässt Dich glauben, dass das nicht geht? Lieben Gruß, Merle

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      1. Ich kenne Arbeit an mich durchaus, seit Jahrzehnten eigentlich. War in einer Gruppe etwa für fast 4 Jahre. Meditation ist mir auch nicht fremd.

        Man verändert sich natürlich über die Jahre. Dennoch stelle ich an Menschen, die auch sehr lange an sich gearbeitet haben, fest, daß sie nachwievor egoistisch sind, nachwievor an ihrem inneren Kind knappern, nachwievor unzuverlässig sind und nachwievor in Beziehungen scheitern.

        Ich sehe die Änderungsmöglichkeiten eben eher realistisch. Heilsversprechen in entspr. Büchern misstraue ich.
        Wir können das ruhig weiter ausloten 🙂

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      2. Jetzt muss ich grinsen – mir ist schon öfter unterstellt worden, dass ich die Änderungsmöglichkeiten eher idealistisch sehe… 😉 Ich habe da allerdings keine speziellen Vorbilder oder Bücher, an denen ich mich orientiere und Heilsversprechen sehe ich grundsätzlich sehr skeptisch. Ich glaube aber aus meinem Umfeld zu erkennen, dass da, wo mit der Integration abgelehnter Anteile gearbeitet wird, tatsächlich Heilung und Änderung möglich ist – und dass dort, wo mit Kraft und Widerständen versucht wird, ein Ziel zu erreichen, dies eher nicht gelingt. Und es scheint in der Regel tatsächlich ein Jahre langes Wachsen zu sein, ein Jahre langer Weg, auf den man sich irgendwann aufmacht oder nicht… Irrwege und Umleitungen nicht ausgeschlossen 🙂 Aber so langsam sich auch bei mir manche Dinge ändern, ändern tun sie sich doch, es gibt nur keinen lauten Knall oder eine plötzliche Wendung, es sind eher schleichende Prozesse… LG, Merle

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  1. Ich DENKE, man sollte einfach mehr auf sein Inneres hören und sich nicht von allen möglichen schlauen Büchern ablenken lassen! Das Ganze Thema ist ein riesen Geschäft! Die Esoterik Gurus verdienen sich dumm und dämlich mit der Unsicherheit und den Sorgen der Menschen!
    Und ich glaube, daß arbeiten an sich selbst ist eine Lebensaufgabe! Jetzt dürfen wir aber den Charakter eines Menschen nicht außer acht lassen, ich denke, daß hat auch Gerhard damit angesprochen!
    Das sind einfach so Grundtendenzen, die fest verankert sind!

    Liebe Grüße an Euch
    Babsi

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    1. Ich stimme Dir in allem zu! Das ganze ist nicht nur ein großes Geschäft sondern kann für den Einzelnen auch richtig gefährlich werden, wenn man sich unvorbereitet zum Beispiel auf halbgare Methoden einlässt bzw auf Angebote zur Heilung, die man nicht wirklich kennt und nachvollziehen kann. Da sollte jeder genau hinsehen, wem oder was er/sie vertraut und als erstes sich selber vertrauen. LG, Merle

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